Praxiserfahrungen
Die unten beschriebenen Workshops sind beispielhafte Beschreibungen. Sie werden ständig weiterentwickelt, variieren nach Jahreszeit, und jede Lehrerin gibt den Reisen eine eigene Prägung.
Praxis 1
Nahrung - regional, achtsam, langsam, dankbar und genussvoll: gemeinsam ernten, zubereiten, essen
Unser Körper ist eine wichtige Grundlage unserer Erfahrung, und Grundlage unserer Körperlichkeit ist unsere Ernährung. Im Alltag haben wir dafür oft wenig Zeit, das Essen ist nicht selten eine lästige, gehetzte Angelegenheit. Nun wollen wir das Gegenteil praktizieren: vom gemeinsamen Ernten (je nach Jahreszeit Gemüse, Kräuter, Oliven, Zitronen) über die Zubereitung bis zur Mahlzeit gestalten wir die Ernährung als bewusstes, ganzheitlich nährendes Erlebnis: regional, achtsam, dankbar, genussvoll und sloooww.
Praxis 2
Natur erfahren - Gänge durch die Wildnis und über Plantagen: Kräuter und Beeren sammeln, einen Baum pflanzen, Picknick unter Olivenbäumen.
Wir leben ursprünglich als ein Stück Natur in der Natur. Doch in unserem realen Leben fühlen wir uns oft von der Natur abgeschnitten, getrennt, außen vor. Bei einer Wanderung durch Wald und Felder entdecken wir Wildkräuter, Pilze und Beeren, lernen etwas über Bäume, Tiere, Büsche und Blumen und über die bäuerlichen Traditionen der Insulaner. Wir knüpfen Verbindungen zu allem, was wir sehen, hören, riechen, tasten und vielleicht auch schmecken können. Zwischen Jahrhunderte alten Olivenbäumen verbinden wir uns mit der Kraft der Natur.
Praxis 3
Selbstausdruck und Kommunikation: die eigene Stimme entdecken, Blockaden lösen durch Klangworkshop, Kommunikationsübung „deep listening“ / Dyade
Wie oft haben wir in Beziehungen oder in Konflikten das Gefühl, uns nicht ausdrücken zu können, mit unseren Anliegen nicht durchzudringen, oder schlicht nicht gehört zu werden? In einer angeleiteten Übungsreihe entdecken wir zunächst die eigene Stimme und lösen körperliche Blockaden. Dann folgt eine Erfahrung der Stille und des ungeteilten Hörens. Im dritten Schritt schenken wir uns in Zweiergruppen wechselseitig Vertrauen und Gehör. Bei der Kommunikation in der Dyade üben wir urteilsfreies, aufmerksames Zuhören einerseits, andererseits vertrauensvolles, bewusstes Mitteilen.
Praxis 4
„Footprint“, die Dimension des Tuns - und des Lassens: Küstenspaziergang, Sammeln von Treibgut und Müll, Legen eines Mandala aus „objets trouvés“, Ritual der "nicht mehr gebrauchten Dinge" am Strand
Fast täglich hören oder lesen wir von Umweltverschmutzung, Klimawandel, Naturkatastrophen und anderen schlimmen Dingen, denen wir zumeist hilflos gegenüberstehen. Beispielhaft und in kleinem Rahmen wollen wir Möglichkeiten der Aktion erfahrbar machen, allein und in der Gruppe. Doch es geht auch um die Fähigkeit des Loslassens.
Bei einem Spaziergang an der Küste sammeln wir Treibgut und Müll, Schönes und Schäbiges. Es folgt eine Reflexion über Sinn und Unsinn von Abfall auf physischer und psychischer Ebene. Wir erkunden unsere Optionen, Negatives umzudeuten und einen positiven Beitrag zu leisten, statt in Hilflosigkeit zu verharren. Dann legen wir gemeinsam aus den gefundenen Dingen ein Mandala. Am Schluss machen wir ein Feuer am Meer und lassen den Tag mit einem Abschlussritual ausklingen.
Für Anmeldungen oder Fragen:
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